fuckyeahinternet.com

Ich möchte noch ein Mal freundlichst darauf hinweisen, dass dieses fuckyeahinternet hier jetzt out ist. In hingegen ist dieses fuckyeahinternet. Yo. Danke. 

<3

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fuckyeahinternet.com ist jetzt fuckyeahinternet.com

Bald jedenfalls. Wenn der Domainumzug abgeschlossen ist, pipapo. Aber ja, Tumblr ist cool, Wordpress ist besser und weil das hier ganz gut läuft dachte ich besser jetzt als später und so. 

Neue Feeds muss man nicht abonnieren. Aber: Alte Links funktionieren nicht mehr. Dumm aber nicht zu ändern. 

Jaaa genau, so sieht das aus. 

<3

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Flamewar

(Lesezeit ca. 5:30 Min.)

Ich hab darüber indirekt ja schon Mal geschrieben. Aber im Moment schlagen sich grad Josh Topolsky und MG Siegler und eventuell auch John Gruber die Köpfe ein. Wegen diverser Dinge, die mir eigentlich mehr oder weniger egal sind. Einen Punkt allerdings finde ich ganz wichtig: 

Es geht um Objektivität bei Reviews. Das klang schon bei On The Verge an, übrigens muss man das sehen, beide Folgen und alle danach, großartige Show, wo Gruber zu Topolsky meinte, dass er ziemlich angefressen sei von dieser ganzen “pseudo-objective”-Scheiße, die Techblogs gerne mal schreiben und er sich eher als Kolumnist sieht. Wie sich Gruber sieht ist mir egal, ich finde das cool und so aber spielt hier jetzt keine Rolle. 

Und MG meint, dass Topolsky eben genau das zu sehr macht. So sehr versucht, alles von fünf Seiten zu betrachten, zu sehr versucht objektiv zu sein, was eben unmöglich ist. 

Ich liebe MGs “An iPhone Lovers Take On…"-Artikel, weil die ehrlich sind. Jedes Mal. "Okay, Leute, ich gucke mir das hier an aber seid gewarnt, ich bin ein iPhone-User, aus diversen Gründen, und weil das für mich das Nonplusultra ist, werde ich jetzt gucken, ob das [Gerät] das iPhone für mich ersetzen könnte oder wie nah es da ran kommt.". Man muss mit seinen Schlüssen am Ende nicht übereinstimmen. Aber er macht es genau richtig - er setzt einen Idealwert an, iPhone, denn das ist ja für ihn persönlich das beste, und misst andere Geräte an diesem Idealwert. Was bitte, wenn nicht das, ist für einen Leser am Ende von Mehrwert? Man kann dann ja für sich selber entscheiden, ob einem ruckelige Seitenscroll-Performance auf den Geist geht oder eher unwichtig ist und den Teil überlesen. Und jetzt stellen wir uns mal vor, das würde jeder so machen. Jeder würde für sich selbst einen Idealwert ansetzen und alles daran messen. Jeder, der eine "zählende" Meinung hat. 

Beispiel… Ich bin auf der Suche nach einem Handy. Ich weiß, dass es das iPhone gibt und ich habe auch vom Galaxy Nexus gehört und auch vom Lumia 800. Ich habe aber sonst keine Ahnung. Und jetzt kommt erst Siegler, der das Nexus reviewt, von seinem iPhone-User Standpunkt aus und das Nexus kommt sogar relativ gut dabei weg. Weil ich intelligent bin weiß ich, dass das allein nicht reicht, um mir ne Meinung zu bilden. Also lese ich auch Josh Topolskys Review zum iPhone aus der Sicht von einem Android-User. Ah okay, er findet das iPhone ziemlich geil aus irgendwelchen von ihm genannten Gründen, kommt aber zu dem Schluss, dass das Nexus, das er zur Zeit benutzt, aus den und den Gründen für ihn besser ist. Okay, eine Meinung mehr, vielleicht hat er sogar einen Punkt aufgeworfen, den MG vergessen hat, weil er das iPhone täglich benutzt und deshalb vielleicht irgendwas übersieht, awesome, ich bin schon ein bisschen intelligenter. Und dann kommt… John Doe und reviewt das Lumia 800 von Nokia und hat vorher ein BlackBerry benutzt. Oder ein iPhone oder ein Android oder wasauchimmer. Und er findet das Lumia besser als sein iPhone. 

Klar, jetzt hab ich von niemandem eine Kaufempfehlung zu irgendeinem Gerät aber ich kann durch die Punkte gehen und mir überlegen, welcher Punkt aus welcher voreingenommener Meinung mir am wichtigsten ist und meine Kaufentscheidung darauf ausrichten. Ich weiß ja, als intelligenter Mensch, dass man nicht objektiv sein kann, wohl aber fair und gehe davon aus, dass die das sind, weil die drei sind ja gute Menschen und deswegen wähle ich am Schluss das Gerät, das nach drei verschiedenen, von unterschiedlichen Standpunkten kommenden Meinungen, das beste ist. Ich weiß ja auch, dass jemand, der ein Android-Phone benutzt, eventuell auf manche Dinge weniger Wert legt als jemand, der ein iPhone benutzt und umgekehrt. Und im Moment würde ich, wenn ich sonst keine Ahnung hätte, übrigens vermutlich das Lumia 800 kaufen. 

Aber ist das nicht unendlich näher an der Realität als jemand der ja schon vorher irgendein Handy benutzt und dann so tut als wäre er objektiv? Ist es nicht ehrlicher und fairer, wenn jemand von vorn herein sagt, dass er aus Gründen eins, zwei und drei voreingenommen ist und deshalb den Artikel “An iPhone Lovers Take On…” nennt? Weil man dann doch weiß woran man ist. MG sagt, nachdem er einen Abschnitt von Josh zitiert hat, in dem der sagt, dass er denkt, dass das Nexus eines der besten Handys sei, dass das eben Blödsinn ist. Weil er nicht mehrere Handys kaufen kann. Er will lesen “Ja, kauft das hier, das ist das beste. Punkt.”. Das mag aus meiner Sicht nicht stimmen, aber dann bin ich doch klug genug, das für mich selbst zu entscheiden. Dafür brauche ich niemanden, der versucht, es für alle möglichst vorsichtig auszudrücken. 

Und so kommen wir wieder zurück zu Gruber, der von sich selbst eher als Kolumnist denkt als als Journalist oder Reporter. Mir ist doch die ehrliche Meinung des Kolumnisten, die unglaublich biased sein kann, klar, lieber als die des Journalisten, der meint, er könne für mich denken.

In den Kommentaren auf Facebook zu MGs Artikel meint einer, dass MG unrecht hätte. Denn er, dieser Kommentator, wäre doch mündig und fände es beschissen, wenn andere versuchen seine… “when others are trying to make his mind up”. Mir fällt keine deutsche Übersetzung ein. Aber genau das tun die doch nicht. They are making their own minds up. Not yours. Und wenn er so mündig wäre, hätte er das verstanden denn dann wäre er eben nicht angewiesen auf von Gruber so treffend bezeichneten pseudo-objective bullshit. 

Ich bin auf MGs Seite hier. Und auf Grubers. Und nicht auf Topolskys. Nicht, weil ich finde, dass Topolsky ein Idiot ist, weil er Android benutzt. Aber er verliert bei mir street cred ohne Ende, wenn er die ganze Zeit versucht es allen recht zu machen und wenn das dann nicht klappt und jemand, der wenigstens dazu steht, dass er irgendwas benutzt und definitive Aussagen trifft an die er selbst ja nicht den Anspruch stellt, allgemeingültig zu sein, irgendwo Off-Topic darüber abfuckt. Abfucken schön und gut, bin ich ja ein Fan von. Aber im Gegensatz zu Siegler, der einfach nur kritisiert, dass im Techjournalismus niemand Eier hat, und das nicht nur kritisiert sondern mit einem für ihn positiven Beispiel vorran geht und auf diese Pseuso-Objektivität scheißt, flamet Topolsky auf ner ganz niedrigen Ebene einfach rum. Und verkackt es sogar noch, seine Argumentation auf anständigen Grund zu bauen, weil er von falschen Annahmen ausgeht. Dass das iPhone nämlich teurer wär als das Nexus, was nicht stimmt. Das superobjektiver Technikjournalist sollte er das besser können. 

Trotzdem muss ich sagen, dass ich The Verge übrigens unglaublich awesome finde. Hands down die beste Technikdingsbumsseite überhaupt und seit Jahren. Das grundlegende Konzept, das Design, die Artikel (die nicht Reviews sind und selbst die teilweise), ich sage nur “A Visual History…”, awesome. Echt genial. 

Aber Topolsky als Person jetzt in diesem Augenblick… ja, wie gesagt, street cred verloren. Ziemlich viel, sogar.

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⇢ The Apple blogs vs. Android

Das hier ist ein Negativbeispiel für mangelnde Objektivität. Eigentlich ist es aber nur irgendein Idiot der Bullshit schreibt. Denn statt seine Meinung zu untermauern mit… irgendwas, labert der einfach nur Mist. 

MG Siegler hat das ganz nett zusammengefasst und das ist im Übrigen dann auch wie ich generell über diese ganze Fanboi-Scheiße denke: Eventuell benutzen Leute, die Apple-Dinge benutzen, diese Sachen eben gerne. Weil die, für sie, das beste sind. Und vielleicht ist das Kindle Fire ja wirklich ziemliche Scheiße. Möglicherweise. Und ganz vielleicht begründet Gruber zum Beispiel jedes Mal, wenn er negativ über Android schreibt, was weit weniger häufig vorkommt als dieser Typ da impliziert, das was er schreibt. 

Aber sich darüber aufzuregen ist natürlich genau so dumm wie überhaupt so einen Text zu schreiben und zu denken, dass es da irgendeine Anti-Google-Verschwörung gibt weil…. naja… Also… drauf geschissen. 

Nichtsdestotrotz ist das ein interessanter Text, den man sich mal durchlesen sollte. Weil so viel Bullshit in 400 Wörtern hab ich selten gelesen. 

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Business

(Lesezeit ca. 5:20 Min.)

Ich kenne mich mit sowas nicht aus. Weil mich das alles auch eigentlich nicht interessiert. Businessmodelle sind mir egal, bis sie mich als User beeindrächtigen. 

Instagram zum Beispiel. Benutze ich nur manchmal, aber mal angenommen, das wäre so eine der meistbenutzten Apps auf meinem iPhone. Ist ja bei manchen so. Instagram ist nämlich kostenlos und hat keine Werbung, sieht einigermaßen cool aus und ist ja auch ziemlich awesome. Aber irgendwann muss Instagram eben Geld machen und dann passiert sowas

Die User Experience war also, dass man eine ziemlich coole kostenlose App runtergeladen und benutzt hat, man hat viel geshared, hat ein paar Follower und auch sonst findet man das ziemlich cool, weil man sich gerne Photos von Leuten aus der ganzen Welt anguckt. Und dann packen die, nach Jahren, irgendwann gesponsorte Photos da rein. Natürlich werden die nicht allzu in die Fresse sein, nehme ich an. Aber trotzdem - der einzige Weg, damit wirklich Geld zu verdienen wäre, diese gesponsorten Bilder ungefragt in die Timelines zu packen. Das will niemand. Klar, kann man grad überscrollen, dafür, dass der Kram dann kostenlos bleibt. Aber ich bin nicht der Meinung, dass Instagram das durchziehen kann, ohne ne Menge Leute anzupissen. Ich habe keine Lust, irgendwelchen Brands zu folgen. Deswegen benutze ich den Kram ja nicht. Und erstrecht will ich deren Produktbilder nicht ungefragt in meiner Timeline. 

Wärs nicht klüger gewesen, daran vorher zu denken? Am Anfang vielleicht 0,79€ zu verlangen, für ne App die ja nun wirklich viel bietet wäre das ja fast geschenkt und damit zu leben, dass sich ein paar wenige, die denken, 2,79€ für ne App wäre schon viel zu viel, die App nicht kaufen? Oder ein bisschen dirty: Am Anfang für ein paar Wochen/Monate kostenlos und ab dann 2,79€? Dafür würde man später User nicht abfucken, hätte ne Basis aufgebaut und 2,79€ sind auch noch günstig. Oder halt 1 irgendwas… ach whatever.

Ich mein… so hat man doch so oder so verloren. Man hat ne Menge Geld nicht gemacht die letzten Jahre und muss jetzt eben sowas wie Sponsored Stories anbieten, um Investoren wenigstens noch ein bisschen zu befriedigen. 

Oder Twitter… Alter… Twitter. Dickbar, anyone? Twitter for iOS 4.0, anyone? Man kann nach hinten raus die User doch nur anpissen, wenn man erst kostenlos ist, für eine lange Zeit, und einem dann plötzlich auffällt, dass man ja ganz gerne Geld hätte. Keine Sau interessiert sich für irgendwelche gesponsorten Trends. Man will Twitter benutzen, wie man das gelernt hat. Kostenlos, schnell und einfach. Twitter ist aber ja noch eine Art Sonderfall. Weil Twitter im Gegensatz zu Facebook zum Beispiel nie echte Werbung hatte. Hätte ja auch nicht ins Design gepasst. Was versucht man also, und das ergibt ja irgendwie Sinn? Man führt eben so Sachen wie Trending Topics ein, tut so als wär das supercool und packt dann immer noch Mal irgendwas bezahltes nach oben. Aber weil Twitter keine App ist, jedenfalls nicht nur, ist es natürlich schwer, dafür irgendwie Geld zu verlangen. Dabei bin ich mir sicher, dass es genug Leute gäbe, die für Twitter sehr gerne Geld bezahlten. Und für die App erstrecht. Tweetie war erst kostenlos, nachdem Twitter atebits gekauft hat. Und Twitterrific war auch mal teuer. Und die kostenlosen Apps waren eben schlecht. Ich mein… Tweetie hat sogar NOCH MAL Geld gekostet, von Version 1.irgendwas auf 2. Und die Leute haben das gekauft. Weil man wusste, dass das ein Programm ist, dass es wert ist. 

QUOTE.fm fiel mit in diesem Zusammenhang wieder ein, auch wenn das ja natürlich ein bisschen anders ist. Trotzdem - Ich fand die neuen Apprentice-Accounts zuerst ziemlich cool. Hat ein bisschen Mehrwert für die gebracht, die keinen Invite-Code haben. Jetzt bin ich also Apprentice. Aber, und es kann ja sein, dass ich irgendwas übersehen oder nicht gelesen hab, um an einen Invite-Code zu kommen muss ich trotzdem noch betteln gehen. Weil ich ja als Apprentice keine Möglichkeit habe, mich zu profilieren und denen, die die Invite-Codes haben zu zeigen, dass ich es wert wäre. Das kann Taktik sein und niemand weiß, was die noch so planen, klar. Und Marcel Wichmann hat ja schon angekündigt, dass das nur der erste Schritt ist. Aber nichtsdestotrotz hätte ich es ziemlich awesome gefunden, noch eine zusätzliche Accountart anzubieten: zahl X€, um zu zeigen, dass du uns unterstützen willst und zu zeigen, dass es dir wichtig genug ist und du wirst Benutzer mit allen Privilegien - ausser Invites. Zum Beispiel. So nach dem Motto “kauf dich ein aber dafür musst du dich dann alleine durchschlagen”. Man kann ja davon ausgehen, dass wenn das dann 5€ kostet, einmalig, oder von mir aus auch 9 oder 10, was ich fast noch günstig finde, sich tatsächlich nur Leute anmelden, die von sich denken, sie könnten dazu beitragen. Wenn die das dann nicht tun… auch egal, niemand wird denen folgen, die brigen ihre Idiotenfreunde nicht mit, weil sie keine Invites haben und bezahlt haben sie trotzdem. Winwin. Wenn sich herausstellt, dass ein paar der User tatsächlich einfach übersehen wurden, als die Invites verteilt wurden… auch super. Auch bezahlt. Auch gute Textzitierer. Winwinwin. Ich würde denen gerne Geld geben. Nicht, weil ich denke, dass die das bräuchten oder weil das meine einzige Möglichkeit wäre, an so einen Account ranzukommen, das interessiert mich sogar eher weniger aber ich würde mich freuen, helfen zu können. 

Und dann gibt es natürlich noch Konzepte, die schlichtweg so simpel und genial sind, dass man sich fragt, warum man da nicht drauf kommt - RedLaser zum Beispiel ist eine dieser Apps mit denen man im Saturn den Staubsaugerbarcode photographieren kann und dann guckt die App nach, ob das bei Amazon nicht günstiger ist. Und die Links zu dem Produkt bei Amazon sind natürlich Partnerlinks und deswegen verdienen die Geld. Weil selbst wenn man den Staubsauger nicht direkt auf dem iPhone kauft, schickt man sich den Link vermutlich per Mail oder so. Oder teilt den bei Facebook. Oder sonstwas. Awesome. 

Oder Stamped, die auch Partnerlinks benutzen. 

Ich komme da überhaupt drauf, weil ich vor ein paar Tagen das hier gelesen hab. Und die kleine Tabelle da stimmt. Und ist trotzdem unendlich einfach. Und ich finde, dass für gute Dinge Geld bezahlen wichtig und richtig ist. Und ich andererseits öfter mal gerne die Möglichkeit dazu gehabt hätte, um später so eine Instagram-Kacke vermeiden zu können. Ich weiß nicht, ob ich ganz am Anfang für Twitter bezahlt hätte - ich hab aber für Tweetie bezahlt.  

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Objektivität

(Lesezeit ca. 4:58 Min.)

Manchmal ist Objektivität echt super. Darüber will ich aber gar nicht reden. Weil das eh klar ist. 

Meistens allerdings ist Objektivität scheiße und unnütz. 

Zum Beispiel bei Reviews von irgendwas. “Gerät XY ist eigentlich generell nicht so gut, aber aus Perspektive AB betrachtet, ist Feature AO vielleicht für manche nicht so schlecht” ist eine Nullaussage. Sowas zu lesen bringt niemandem irgendwas. 

Ich komme darauf, weil in einer der letzten Episoden von Build & Analyze Marco Arment meint, dass sein Review vom Kindle Fire oder Kindle Touch oder so besser wäre, als das von so einem Typen, der meint, dass Marcos Review kacke wär, weil er zu subjektiv da ran geht. 

Na aber wie denn sonst? 

Wenn man irgendetwas reviewt, dann benutzt man es vorher idealerweise. Und wenn man etwas benutzt, dann baut man das automatisch in seinen eigenen Workflow ein - wenn das Gerät dann beschissen ist, ist es beschissen. Ganz einfach. Klar, für ihn, aber er ist ja auch der, der da schreibt. Ich finde ehrliche Menschen eben besser als unehrliche und deswegen finde ich, dass manchmal Objektivität alles andere als gut ist. Ja. 

Ich würde sogar sagen, dass Objektivität meistens was für Feiglinge ist. Sei doch einfach ehrlich und besteh auf deiner Meinung, nachdem du dir sicher bist, dass sie die richtige ist. Mimimi wie kann denn eine Meinung richtig sein und eine falsch mimimi? Ganz einfach: Kann sie nicht. Es hilft aber trotzdem niemandem, alles von fünf Seiten zu betrachten und abzuwägen und so zu tun als könne man überhaupt objektiv über etwas sprechen. 

Und dass das auch in der Realität so ist, sieht man zum Beispiel an Android und iOS. Ganz objektiv betrachtet, sind Android-Handys sicherlich besser als das iPhone. Vom Display abgesehen. Die haben nämlich vielleicht viel bessere Prozessoren, mehr Ram, Pipapo. Aber das ist alles unglaublich egal, sobald es an die Erfahrung geht, die man mit einem Gerät macht. Was bringt dir ein auf dem Papier objektiv besseres Gerät, wenn du daran keinen Spaß hast, weil das iPhone zwar vielleicht nicht ganz so viele Cores hat, sich aber trotzdem besser anfühlt? So und das wäre dann natürlich subjektiv, weil das muss eben jeder für sich selbst entscheiden. Trotzdem werde ich nicht so tun, als fände ich Android supergeil weil ich finde, dass das Scrollen trotz mehr Cores ruckelt, dass alles länger dauert und nicht so flüsig ist und weil Apps aussehen wie hingekackt. Findest du nicht? Super, dann ist ja alles gut. 

Das Ding ist doch… heute versuchen immer alle, es allen recht zu machen. Aber warum? Was ist das für ein Schwachsinn? Sag doch einfach, wenn dir was nicht passt, wenn du denkst, dass irgendwas komplett beschissen ist und dir egal ist, ob das aus Perspektive B vielleicht gar nicht so kacke ist, weil du es eben aus Perspektive A betrachtest und das die ist, die für dich wichtig ist. Warum haben immer alle angst, verletzend zu sein? Scheiß doch drauf. Wer sowas persönlich nimmt ist eine Mimose. Mimimimose. 

Klar, man muss bestimmte Dinge aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Keine Frage. Aber vieles eben auch nicht. Solange, und das ist wichtig, solange du weißt, wovon du redest. 

Mir ist ein Review von Marco, in dem er schreibt, dass das Gerät beschissen ist weil [Grund, egal wie subjektiv] so viel lieber als irgendein schleimer beim WSJ, der versucht, alles für eine möglichst breite Masse zu schreiben und deswegen finde ich auch unendlich sympatisch, wenn Marco dann sagt dass sein Review besser ist, weil es den Leuten eher hilft, als gehaltloses Geschwafel. 

Klar kann man falsch liegen. Das ist aber ganz leicht zu vermeiden - sei dir einfach sicher. 

Egal worum es geht. Ich bin mir sicher, dass Website X von Y genau so ziemlich gut ist. Ich weiß das, weil ich weiß, wie Websites aussehen müssen, damit die gut sind. Nicht notwendigerweise, weil ich so viele Websites gemacht hätte. Sondern eher weil ich genügend gesehen und für mich beschlossen habe, was gut aussieht. Und mit der Zeit hab ich ein Gefühl entwickelt für gutaussehende Seiten. Ausserdem ist es klug, Regeln zu brechen und Leuten vor den Kopf zu stoßen, weil sich sonst nichts ändert. Deswegen ist es auch klug, einfach mal alles gelb zu machen. Bam. Gelb. Deal with it or GTFO. Klar kann dann irgendein Spasti (note: Fag ≠ Fag) kommen und irgendwas von Farbverläufen und angenehmer fürs Auge plappern und meinen, dass alles gelb scheiße ist weil dann hat man keine Highlights und deswegen muss man da noch weiss mit reinpacken und am besten noch mehr Highlights und die Links farblich unterlegen weil, Zitat, “that’s design :)”, kann er machen und vielleicht hat er Recht, weil er das irgendwo irgendwann gelernt hat. Damals, als man noch Frames benutzt hat oder so. Trotzdem habe ich recht, wenn ich sage, dass das schwachsinn ist, weil man sich eben nicht an alle Regeln halten muss. Weil man eben auch mal was verschieben kann, was anders machen als andere, weils dann auffällt, weil das persönlich und gut ist weil naja, das macht die Sache doch aus. Wo kämen wir denn hin, wenn alle Websites aussehen würden wie aus dem 1&1-Homepage-Builder-Tool-3000? Richtig, in die Hölle. 

Objektivität ist also für Leute, die keine Eier haben, die sich nichts trauen, die immer nur nach den Regeln spielen und die es immer allen recht machen wollen. Idioten, also. 

Meistens

Daaaaaas heißt natürlich allerdings nicht, dass man unhöflich sein muss. Kann man aber. Man muss nämlich manchmal einfach wissen, dass man richtig liegt und dass man besser ist. Warum sollte ich mich dafür interessieren, wie sich der andere fühlt, wenn ich ihm direkt und für ihn vielleicht beleidigend sage, dass seine Idee ziemlicher Bullshit war? Ist mir egal. 

Klar könnte ich sagen “Jaa, sicherlich hast du einen richtigen Punkt aber wenn ich ehrlich bin, ist, meiner Meinung nach, aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, diesunddas insofern besser als dass für den ein oder anderen genau das vielleicht unter denundden Umständen angenehmer ist”. Ich kann auch sagen “was für ein Quatsch, das ist awesome weil [Grund] und ich finde, dass du Blödsinn erzählst”. Dann bin ich ehrlich, tue nicht so, als wäre mir die Meinung wichtig und schmiere Honig ums Maul sondern sage einfach, wie ich denke. Undiplomatisch? Bestimmt. Taktisch nicht klug? Eventuell. Argumentativ sinnlos? Auf jeden Fall. Aber wer sagt denn, dass ich andere Menschen von meiner Meinung argumentativ überzeugen will? Das ist ja wieder ein ganz anderes Thema mit ganz anderen Regeln. 

Mir ist übrigens auch klar, dass das nicht jeder so sieht. Dass man immer höflich und zuvorkommend sein muss um niemandem vor den Kopf zu stoßen und dass Objektivität und alles-von-zwei-Seiten-betrachten voll wichtig ist weil … ja, nee, doch nicht. Weil ist nicht wichtig. Nur manchmal.

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⇢ Macworlds 27th Annual Editors’ Choice Awards

The Editors’ Choice Awards (we affectionately call them the Eddys) recognize our favorite products released during the past year. It’s a task we take very seriously; starting with a list of over 130 candidates, we spend weeks discussing each product, debate its merits, and whether it fulfills our standards of quality, utility, innovation, value, and excellence.

Jahresrückblicke und Jahresbestenlisten finde ich super und hier gibt’s keine Überraschungen. Ich hätte zwar eher das 13” MacBook Air gedingst aber das 11” ist auch cool. Vielleicht mache ich sowas auch mal demnächst. Ja, ganz sicher sogar. Vielleicht. 

Aber nein, im Ernst, die Liste von MacWorld ist schon ziemlich gut, auch wenn ich MacWorld so als Publikation eher beschissen finde. Die wissen wenigstens, offenbar, was gut ist. Ladida.

6 Anmerkungen /


Scheiße

(Lesezeit ca. 4:12 Min.)

Das hier. Und das. Und überhaupt alle, die so sind. 

Alles Douchebags. Alle. Weil… “Ich studiere Design, weil ich etwas bewegen möchte.” Aha. Ja, löblich und so, diesdas, aber ey…

Nein, im Ernst. Es gibt so diese eine spezielle Art von Menschen, von Leuten, die “im Netz” “unterwegs” sind, sich “im Web” auskennen und so, die daran schuld sind, dass 99% hier hässlich und dumm ist. Und ohne Aussage. Komplett. 

Webdesign ist Kunst. Auch die Seite vom einzigen Notar in Eisenhüttenstadt kann gut aussehen, durchdacht sein, sinnvoll und mit Aussagen. Kein bullshit wie:

Um Ihnen integrierte Gesamtlösungen auf höchstem Niveau anbieten zu können, besteht [real existierende Agentur] aus Spezialisten aus allen relevanten Bereichen. Fein abgestimmt und auf gute Zusammenarbeit trainiert, finden wir kreative, neue und umfassende Lösungen, die Sie ganz und gar zufrieden stellen.

Was soll das heißen? Ist das nicht erstens einfach nur SEO-Speech und zweitens komplett selbstverständlich? Wenn ich jemanden suche, der mir meine Website macht, dann will ich doch selbstverständlich nur den, der mich zufrieden stellt. Was machen die denn jetzt besser als [andere real existierende Agentur]? Was ist aus Eiern geworden? Wo sind die Leute hin, die sagen “Okay, wir machen dir die beste Website auf der Welt. Versprochen.”? Die mit den klaren Aussagen? 

Jaa, sicher, das soll selbstbewusst wirken und auch den ansprechen, der keine Ahnung hat und überhaupt, eben die Leute, die Leute brauchen für Websites. Aber trotzdem. 

Wir sind originelle Strategen und gewissenhafte Kreative. Professionell und effizient setzen wir Ihr Anliegen in Szene. Gemeinsam bringen wir Erfahrung aus Agenturen, Redaktionen und Unternehmen mit. Als Hoffnungsträger bündeln wir unsere Kompetenzen. Wir können einiges. Für Sie tun.

Oh, wow, guck mal, die haben einen Satz in zwei gepackt weil die können nicht nur einiges und für mich sondern einiges für mich! Awesome! Die sind so super kreativ. 

Nein, sind die nicht. Das sind Douchebags. 

[real existierende Agentur] war schon immer das, was der Name sagt: eine Art großer und bunter Spielplatz. Ein Ort ohne Begrenzungen, mit absoluter Offenheit, großem Vertrauen und allen Möglichkeiten.

So. Ist das so schwer? Cool zu sein? Nicht so auszusehen wie Zeugen Jehovas, sich so auszudrücken und einfach mal die Eier auf den Tisch legen, sagen wir sind geil, wir sind awesome und besser als der Rest - hier ist der Beweis? 

Offensichtlich ja. Ich mein hey, scheint zu funktionieren. Das Heer der an dummen Autoversicherungshochschulen ausgebildeten “Webdesignern” wird nicht kleiner, im Gegenteil, die können nichts, sind dumm, haben keine Ahnung, was modern ist und wie man modernes Design sinnvoll und von mir aus auch seriös verpackt, muss ja nicht jede Website aussehen wie die hier. Das kotzt mich an. Aber mehr abstrakt und eher wie einen ankotzt, dass Bielefeld aus der dritten Liga absteigt. Ist egal, kotzt mich aber trotzdem an. 

Ich hab mit ein paar Menschen zutun, die unglaublich awesome sind. Ich würde ja gern verlinken aber leider bekommen die manchmal, wie die halt so sind, den Arsch nicht hoch, deswegen ist immer alles ein bisschen off-deadline, sozusagen. Aber das sind Menschen, die einfach ein Gefühl haben. Ein Gefühl für Ästhetik, für Proportionen. Die dir was zeigen können und sagen “guck, das ist schön” und du würdest zustimmen, weil die sehen, was schön ist. Jajajaja bla, Schönheit und Auge und so, fick dich, Objektivität ist für Leute die sich nicht trauen. Diese Menschen, die so viel mehr drauf haben, die so unglaublich viel wertvollere Teilnehmer wären an diesem ganzen Internetabfuck. Und dann wäre ich manchmal dankbar, nur so ganz heimlich und leise beim Tee, wenn es eine Kontrollinstanz gäbe, die Internetseiten erst approven müsste. Nicht inhaltlich. Optisch. Künstlerisch. Benutzbar oder nicht. Und der ganze hässliche unbenutzbare Scheißdreck würde verschwinden und das Internet wäre besser. Aber nee, das will ja irgendwie auch keiner, geht ja auch gar nicht, ist ja auch gut so.

Und dann… dann gibt es natürlich noch die, die Webdesign oder Grafikdesign oder Fickmichdesign studieren und damit bestimmt später mal super Karriere machen wollen aber nicht Mal ihr eigenes beschissenes Blogtemplate bauen können und sich stattdessen eins kaufen. Ein hässliches. Ungeeignetes. Für den Zweck. Für $40. 

Okay, kann ich auch nicht. Ich studiere den Kram aber nicht. Aber was soll man erwarten, künstlerischen Anspruch? Wenn die Studenten freiwillig 600irgendwas€ im Monat bezahlen? Und die Hochschule einer Autoversicherung gehört? Eher weniger. Orrr.

11 Anmerkungen /


⇢ Comments Off

You should never read the bottom half of the internet. This doesn’t tend to apply quite so much to this blog, but generally speaking, comments on the web don’t contribute very much. For that reason, I doubt that any significant percentage of readers go on to read the comments of others, which rather defeats at last half of the point of comments - to continue the discussion.

(Matt Gemmell, via Marco)

Ja. Genau so sieht das aus. Matt Gemmell hat das freundlich ausgedrückt aber er hat komplett Recht und seine anderen Punkte sind ebenfalls sehr gut. 

Es ist eben einfach so, dass Kommentare niemandem irgendwas bringen, ausser dem Kommentator. Das ist schade, weil das mal anders war. Aber die sind, und das sind ja die auffälligen, die, die nach Marco folgendes tun:

[…]cause unnecessary work for the author or degrade their site.

Es gibt eben viel bessere und sinnvollere andere Optionen. Wenn du was wichtiges zu sagen hast, ist es wichtig genug, um es nicht nur als ein-Satz-Dings in irgendeinen Kommentarbereich zu kotzen. Schreib deinen eigenen Blog. Wenn nicht, bist du nur ein Idiot, der wie wild mit den Händen fuchtelt und ruft “Ich hab auch was zu sagen! Hey, hey! Los!”. Dass es solche Leute gibt ist ja das Problem. Nicht die Kommentare an Sich. Aber genau die sind es, die mir den Spaß verderben.

Und wenn man das eben nicht soooo sehr negativ sehen möchte, kann man sich Matt Gemmells Post noch Mal angucken.  

27 Anmerkungen /


MacBook Air 15”

(Lesezeit ca. 3:06 Min.)

Hm, viel los, im Moment. Nicht. Und dass ein 15” MacBook Air kommen soll ist ja auch nicht neu. 

Aber ergibt das Sinn? 

MG Siegler hat eine Meinung dazu. Ich auch und ich glaube, ich fände das ziemlich dumm. Gefühlsmässig. Andererseits ergibt das komplett Sinn. 

Warum dumm? Nach meinem Empfinden ist das MacBook Air ultraportabel, wie man so schön sagt. 15” sind nicht ultraportabel, egal wie flach die sind. Für ein 15” Laptop braucht man spezielle Taschen, weil ein 15” Laptop nicht in normale Standarttaschen passt, wenn es sowas gibt. Sicher wärs bestimmt irgendwie ziemlich awesome, so an Sich. Das Ultra High Res Display vom 15” MBP ist so ziemlich das geilste, was es Laptop-technisch gibt, abgesehen vom 13” MBA-Screen, der wirklich ziemlich beeindruckend ist und der Formfaktor vom 13” MacBook Air, also vor Allem eben das, was das ausmacht, die… Flachheit, also, gepaart mit dem, was das 15” MBP geil machen… trotzdem würden 15” irgendwie den Sinn von einem superflachen Computer zerstören. 

Oder eben nicht, weil das der neue Standart ist. Weil kein Mensch mehr ein optisches Lauferk braucht. Im Ernst. Und wer doch so pro ist, dass er das gerne möchte, kauft sich ein externes. Weil Flash-Speicher besser ist als alte HDDs. Weil auf mehr Fläche mehr SSD passen würde. Und mehr Akku. Und überhaupt, mehr Display. 

Ich habe also keine echte Meinung dazu. Ich gehe, und jetzt wirds extrem, davon aus, dass Apple bald, und das passt zum allgemeinen Ausdünnen der Produktlinien, von denen es mittlerweile ja schon fast wieder zu viele gibt, nur noch MacBooks anbieten wird. Ein 11”, als Weisses-MacBook-Ersatz. Ein 13” als MacBook Pro 13”-Ersatz. Und ein 15” MacBook als 15” MacBook Pro-Ersatz. Das kann man so sagen weil das 13” MBP und das 15” MBP schon immer andere Produktlinien dargestellt haben, im Prinzip. Das war besonders offensichtlich, als das Unibody 13” MacBook zum Pro wurde. Das 15” war schon immer was ganz anderes. Für mich nie interessant weil ich das zu groß finde und ich 13” + externes Display für sinnvoller halte aber das heißt nicht, dass ich den Sinn von 15” nicht sehen würde, im Gegenteil. 

Aber ja, ich denke, so wird das sein, in nicht allzu ferner Zukunft. Es gibt schließlich auch nur den iMac in verschiedenen Klassen. Der günstigste spielt nichtmal annähernd in der Liga vom bestmöglichen, trotzdem sind beides iMacs. Es gibt auch nur einen Mac Pro, wobei das wieder was vollkommen anderes ist. Es gibt nur ein iPad mit verschiedenen klassen und ich bin eh der festen Überzeugung, dass das WiFi-Tablet nur ein notwendiger Kompromiss war. Und dann sind da iPhone und iPod, da ist das allerdings wieder absolut unabdingbar, die anders zu benennen, vor Allem beim iPod. iPhone… ich denke, dass spätestens nächstes Jahr das iPhone keine Nummer mehr haben wird. Ich denke, und darauf deuten ja genügend Rumors hin, dass es ein iPhone geben wird. Nur iPhone. 8, 32 und 128. Oder 8, 16 und 64. iCloud und so. Deswegen war das vermutlich Quatsch grad. 

Aber man kann eben erkennen, dass Apple mal wieder ausdünnt. Das ist gut. Das ist sinnvoll. Und deswegen wird es natürlich auf jeden Fall ein 15” MacBook Air geben. Und wenn man das unter dem Ausdünn-Aspekt betrachtet ist das Sinnvoll. Als Zusatz zur Air-Linie und neben dem MBP 15” wärs Quatsch. Ja. Aber so… nee, wird so sein, bin ich mir sicher. 

2 Anmerkungen /


TellMe

(Lesezeit ca. 2:15 Min.)

"People are infatuated with Apple announcing it. It’s good marketing, but at least as the technological capability you could argue that Microsoft has had a similar capability in Windows Phones for more than a year, since Windows Phone 7 was introduced."

- 9to5mac via Daringfireball

Genau. Via Jan Olaf Krems bei Facebook.

Darüber wurde jetzt schon genug geschrieben eigentlich. Aber ich will weg von dem nichtssagenden “Ja, Microsoft ist halt total beschissen deshalb ist das zu erwarten gewesen”. Ich möchte darauf gern ein bisschen genauer eingehen. Denn Microsoft ist nicht beschissen. 

Aber es sind genau solche Aussagen, diese Art von bold statements die Microsoft immer wieder so aussehen lassen, als wären die dumm. Denn in der Regel kann Microsoft dann nicht mehr liefern. Aber das ist nicht unbedingt Microsofts Schuld. 

Also okay, in diesem Fall schon, das ist nämlich nicht nur peinlich, sondern auch lächerlich und vielleicht funktioniert beim ein oder anderen die SMS-Funktion von TellMe wunderbar aber nein, da ist einfach im Moment nichts, was ähnlich gut ist wie Siri. 

Aber Microsoft an Sich ist gar nicht so kacke. Windows Phone 7 ist awesome und wirklich schön. Es ist anders und nicht für jeden, aber entgegen allem wofür Microsoft steht, also Kompromisse, um alle zufrieden zu stellen, gehen die mit WP7 relativ radikale Schritte. Ich mag den Ansatz, dass das Handy nicht wie iPhone oder Android durch die geöffnete App zu einem anderen Gerät wird, sondern dass alles… fließend ist. 

Wie die das am Ende vermarktet haben, jedenfalls in den USA, ist natürlich eher meh. Aber der Ansatz ist awesome. Und die UI, wirklich, ich bin ein riesen Fan davon. 

Microsoft ist ungefähr wie Google. Die haben eine total abgefahrene und coole Forschungsabteilung, fördern junge Entwickler, haben tatsächlich sogar manchmal gute Designer. Aber sind Marketingtechnisch ziemlich verdammt schwach. 

Google hat tolle Entwickler, eher dumme Designer aber dafür sind die Ads von Chrome, Google+ und das ganze Marketing wieder spitze. 

Und trotzdem versucht Microsoft mehr. Die experimentieren. Wie Google früher. Die waren schließlich zwar die letzten, was ein anständiges Mobile OS angeht aber die innovativsten seit Apple. Ein komplett anderer, interessanter, spannender Ansatz. Das ist richtig, denn nur so kann man sich doch abheben vom Rest.

Und das Lumia 800 sieht unwahrscheinlich geil aus. Auch in echt. 

Naja aber was eben stört ist, dass offenbar die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut und dass es möglich ist, so einen Spinner wie Craig Mundie vor eine Kamera zu setzen und so einen Schwachsinn zu erzählen, der Microsoft scheiße aussehen lässt, obwohl das komplett unnötig wäre. Denn das Produkt spricht doch für sich selbst. Also WP7 an Sich, nicht unbedingt TellMe. Aber dann hält man eben die Fresse und macht eben nicht einen auf “mimimi, wir waren zuerst da.”. Dann sieht man nämlich aus wie ein kleines Kind. Und das ist schade. 

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Stamped

(Lesezeit ca. 2 Min.)

Stamped ist neu und relativ cool. Es ist eines dieser Programme, die gut aussehen und von denen alle reden und die irgendwas machen, was andere Services schon Mal gemacht haben nur besser. Stamped macht vieles viel besser. 

Aber am allerallerallerbesten ist die Idee mit den ToDos. Denn überhaupt zwingt die App dazu, sich genau zu überlegen, was man stampen will und was nicht. Klar, 100 Stamps am Anfang sind objektiv betrachtet ne ganze Menge. Aber die psychologische Komponente, dass man also denkt, dass man vorsichtig sein muss weil man hat ja nicht unendlich viele und bekommt erst wieder welche, wenn zwei Leute das, was man gestampt hat geliked haben (zu dem Problem was daraus resultiert komme ich gleich), bringt einen eben dazu nicht alles zu stampen was einem grad einfällt. Das ist ziemlich cool, weil hoffentlich wird dann eben nur das gestampt was der User wirklich cool findet. So und dann ist da eben das ToDo-Dings. 

Person A stampt irgendwas, einen Film, den er/sie super awesome findet. Ich kenne den Film nicht, vertraue der Person aber insofern als dass ich weiß, dass sie einen exquisiten Geschmack hat was Filme angeht. Ich packe Person A’s Stamp also in meine ToDo-Liste. Wenn ich die dann irgendwann abarbeite kann ich ja entscheiden, ob ich das auch so super awesome finde. 

Das Problem allerdings mit diesem Reward-System das ich oben erwähnt habe ist, und das ist nicht meine Erkenntnis aber eine die ich für ganz richtig halte, dass man, weil man ja das Gefühl haben soll, nicht unendlich viel dingsen zu können, Likes sammelt und Dinge stampt, die eh jeder geil findet, um Likes zu bekommen. Aber das ist nur ein kleines Problem. Weil das am Ende keine Rolle mehr spielt, dann hat da eben irgendwer allgemeinawesomeseiende Sachen gestamped. 

Trotzdem, gute Sache, macht Spaß. Ich mag ja, dass man seinen Stamp farblich anpassen kann. Gibt einem das Gefühl, dieser Sache die man da mag, eben seinen Stempel aufzudrücken. Sein Approval. Also nein, wirklich, finde ich richtig Gut. 

Ja, ich kann Sachen auch gut finden. 

Ich bin da als instanthuman. FYI.

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Fire II / Android

(Lesezeit ca. 3:20 Min.)

"The page-turn animation, a simple full-screen slide, is distracting, too long, and jerky."

Marco.org

Das ist was ich meine mit “verkackt”. Wenn ein Kindle, und der Name steht für gutes, angenehmes Lesen, die Umblätter-Animationen verkackt. Das ist ziemlich dumm. Ich kann mir genau vorstellen, wie das aussieht und bei The Verge kann man das, glaube ich, sogar in dem Video sehen. Ansonsten bei Engadget oder sonstwo. 

Ich frage mich dann immer, ob das niemand gemerkt hat. Das ist so eine Kleinigkeit, eigentlich, dass die sicher sehr einfach hätte vermieden werden können. Ich mein… hat denn keiner bei Amazon das Gerät mal in die Hand genommen und geguckt wie das ist, wenn man auf dem Fire liest? Und wenn das jemand getan hat, hat dieser Jemand dann gedacht “aaaaaaach, drauf gekackt. Geht auch so.”? 

So fühlt sich, für mich, Android an. So “ach, wird schon gehen”. 

Hat man denn gar keinen Anspruch mehr? Aber das hat sich tatäschlich ein bisschen geändert, das gebe ich zu. Ice Cream Sandwich, vom schlechtesten Namen seit sowas wie Samsung HDTV DX28982C829 abgesehen, sieht zum ersten Mal nach polish aus. Nach… einem guten Versuch. Wie lange nach dem ersten Release? 

Klar, im Nachhinein sah iPhone OS 1.0 auch ziemlich mies aus. Und es gab keinen App Store. Und so. Aber trotzdem - damals schon war die UX besser als bis vor kurzem bei Android. Ich bin mir nicht sicher, ob das einen Grund hat.  

Aber zurück zum Fire. 

Da ist also jetzt dieses Gerät, von Amazon, das so unglaublich viele Dinge verkackt. Klar, von der Hardware darf man nicht so viel erwarten, bei $200. Das verstehe ich und das ist okay. Trotzdem muss man doch den Lock-Button nicht so beschissen platzieren. Das kostet doch, auch bei Referenz-Designs, nicht die Welt, den woanders hinzupacken. Irgendwo, wo man ihn nicht ständig ausversehen trifft. 

So. Amazon möchte jetzt also gerne weiter seinen Content loswerden, finde ich super, Amazon ist total gut und so und deswegen - guter Ansatz. Aber hat da irgendwer mal daran gedacht, dass, wenn man ein Tablet rausbringt das in erster Linie Content servieren soll, beachten muss, wie man an den Content kommt? So als User? Kommt mir nicht so vor. 

Also zuerst fand ich das Fire ja nur enttäuschend. Von allem, was ich so gelesen hab denn ich hab ja nie selbst eins benutzt und deswegen ist das hier ja eh nur Bias und BS. Aber nein, ich war enttäuscht, trotzdem. Jetzt, wo ich mir das alles noch Mal hab durch den Kopf gehen lassen und ein paar mehr Reviews gelesen und Videos gesehen habe, finde ich das sogar eher frech. Und traurig. Weil warum zum Teufel verdammt noch Mal scheint, wenn es irgendwie, auch nur ganz klein, um Android geht, jeder seinen Kopf auszuschalten? Warum wirken die meisten Android-Devices, Fire, Galaxy Tab 10.1/7/8/S/SII, Xoom und so Weiter immer so als hätte den Kram kein Mensch, kein Benutzer, gebaut? Warum scheint es da keinen mit Autorität zu geben der sich die Dinger anguckt und dann irgendwann sagt “So, Leute, guter Ansatz. Aber als User fällt mir auf, dass… und … deswegen guckt euch das noch Mal an!”? Das finde ich schade. Und ich finde schade, dass die bei Apple offenbar die einzigen sind, die das tun. Klar gibt’s auch da Usability Probleme, keine Frage. Aber… hm nein, eigentlich doch nicht. 

Das und dass die Specs gestorben sind und natürlich die unheimliche unausgeglichenheit bei Market Share und Profit bei gleichzeitig so unterschiedlichen, so grundverschiedenen Philosophien… Naja, interessant. 

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Warum (in eigener Sache)

(Lesezeit ca. 2:58 Min.)

Ich wurde von UARRR verlinkt, weil ich was über QUOTE.fm geschrieben habe. Das ist soweit nichts besonderes, vor Allem weil das ja nicht Mal heißt, dass ich ein besonders tolles Blog hab oder so - ich hab einfach über was geschrieben, was der macht und das war vielleicht, das ist so meine Art, nicht komplett dumm. Mehr aber nicht. 

Trotzdem, das Feedback war mehr oder weniger beeindruckend. Ich werde vermutlich nie wieder so viele Besuche bekommen. Selbst heute, über zwei Wochen nachdem ich verlinkt wurde, kommt der Großteil meiner Besucher noch von UARRR.org. Ja, beeindruckend. 

Ich durfte auch ganz kurz mal erleben, wie das so ist, wenn man von wildfremden beleidigt wird. Ohne Grund. Einfach so. In einem Deutsch… ALTER. 

Naja. 

Ich hab mich also gefragt, warum ich das hier so grundsätzlich mache. Weil der Rush, da über 4000 Besucher gehabt zu haben, was nochimmer nicht besonders viel ist aber für mich… schon, ziemlich geil war. Man will ja Aufmerksamkeit, deswegen tut man das. Und weil man denkt, dass man was zu sagen hätte und genau das so wichtig und gut und besser ist als was die anderen zu sagen haben dass man gehört werden muss. Das ist natürlich grandiose Selbstüberschätzung und so und natürlich ist meine Meinung so wichtig wie deine. Aber ich mache Dinge selten ohne Grund. Und wenn der noch so klein ist. 

Das Ding ist, dass es keine guten deutschsprachigen Technikblogs gibt. Ich muss nicht Mal aufzählen, was da alles schief läuft und wer total uninformierten Schwachsinn schreibt - alle. Das meiste davon hast du direkt widerlegt oder hast ein besseres Argument wenn du dir nur die aktuelle Episode Build & Analyze, Hypercritical oder die Talkshow anhörst. Das reicht, um mehr zu wissen, als die alle zusammen. 

Was es auf deutsch überhaupt nicht gibt ist ein Blog wie Daringfireball. Oder Brooksreview. Oder Marco.org. Oder 512px. Oder Rands In Repose. Das hat Gründe. Deutsche Designer sind in der Regel geschmacklose Idioten und die Techjournalist-Szene ist so kaputt, dass es sich für die gar nicht lohnen würde, ihren Kram auch noch Mal privat zu posten. Wenn doch kommt BasicThinking dabei raus. Klar, die Leute da, Marco, Brooks, Lopp… die haben alle was geleistet, haben Background, sind cool, diesdas. Trotzdem.

Ich will weder das deutsche Daringfireball werden noch will ich mir sonst irgendeine coolness anmaßen die nicht da ist. Aber ich weiß, dass ichs besser kann, als die, dies im Moment tun. Deswegen mache ich das hier. Und natürlich sind meine Texte hier für manche ziemlich dumm. Und manchmal schreibe ich, was mir in den Sinn kommt und dann mache ich Fehler oder vergesse einen total wichtigen Aspekt - ich bin kein Journalist und ich habe nicht den Anspruch, journalistisch zu schreiben. 

Aber selbst unter den Vorraussetzungen bin ich trotzdem besser als die meisten, weil ich weiß, wovon ich rede. Das ist scheint selten geworden zu sein.

Dieses Egoistische gelaber hier kann dich jetzt unheimlich anpissen aber das ist mir egal. Ich mache weiter. Weil mir klar geworden ist, dass der Rush beim Analytics angucken zwar ziemlich awesome ist, mir aber nicht so wichtig, wie die Befriedigung, meine besser informierte Meinung irgendwo zwischengequetscht zu haben. 

Das wurde mir erst klar, als ich von UARRR verlinkt wurde, weil ich vorher so gar nicht hätte sprechen können. Weil ich nicht wusste, wie das ist, ein Publikum zu haben. Das hier ist nicht mein erster Versuch. Deshalb weiß ich, wie es ist kein Publikum zu haben. Aber jetzt, naja, jetzt weiß ich, dass das zwar cool ist und sicher besser als gar keins.

Aber dass das für mich eben nicht das wichtigste ist. Deshalb weiter.

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Fire

(Lesezeit ca. 2 Min.)

Ich hab keins. Und ich will keins haben. Aber die Reviews sind ja eher so meh. Und ich finde das schade, weil ich gehofft hatte, dass das Kindle Fire gut ist. Klar, war ein bisschen dumm, weil man für 200€ eben kein gutes Tablet erwarten kann, trotzdem, wär ja schön gewesen. 

Denn Amazon hat grundsätzlich verstanden, dass Specs unwichtig und Content wichtig ist. Das Gefühl beim benutzen. Das hatte Apple schon längst verstanden und jeder Android-Tablet-Maker nicht. Die haben sich überboten mit CPUs und RAM und Sonstwas. Aber wenn ich mit meiner Mama FaceTime-e sagt sie “wow ist das cool!” und nicht “boah bin ich froh, dass ich den Tegra 2 hab weil der gut mit meinen 512MB RAM harmoniert”. So funtkioniert das. Und deshalb hat MG Siegler auf TechCrunch auch komplett recht, wenn er sagt, dass die Specs tot sind. Natürlich sind sie das. 

So und das hatte Amazon irgendwie verstanden. Klar, muss man ja auch, für 200€ kann man eben nichts erwarten, Hardware-mässig. Das muss man dann durch spitzen Content und super Usability und überhaupt wieder gut machen. Ich mag, dass da jemand Android benutzt und nicht nur einfach einen Skin oder so draufkackt sondern was fast schon eigenes baut und ich finde witzig, dass die Google oder Android nicht Mal erwähnen und dass Google schmollt aber ja, leider ist es offenbar nicht so gut. Manche sagen sogar scheiße. 

Gut, das heißt jetzt nicht, dass sich das nicht doch supergut verkauft. Samsung verkauft ja auch Galaxys. Und weil Amazon und jetzt jedes Mal nerven wird mit großen Werbebannern auf der Frontpage und persönlichen Briefen von Jeff Bezos wird sich das sicherlich unglaublich oft verkaufen. Ich glaube allerdings nicht, dass es ans iPad rankommt. Solls ja auch gar nicht. Zum Glück. Jeder, der sagt, dass das Fire dem iPad Konkurrenz machen soll ist entweder dumm oder kommt von traditionellen deutschen Medien. Im Ernst. 

Naja.

Ich werde mir keins kaufen, weil ich keins haben möchte. Und deswegen werde ich natürlich niemals aus eigener Erfahrung sagen können, wie ich das Fire finde. Aber egal. 

Schade, jedenfalls. Sehr. 

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